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Könner verraten Profi-Kniffe

14.12.12


Die Jungs, die in der Sporthalle an der Strecker-Straße zu unserer Basketball-AG stießen, waren auffallend groß. Sport-Fachbereichsleiter Herr Smetan hatte sich seit Januar um eine Coaching-Einheit bei der Bundesliga-Mannschaft "Fraport Skyliners" bemüht. Nun schickte der Verein am Nikolaustag mit einem Spieler und zwei Trainern ein sogenanntes "School Clinic Team". (Das Wort "clinic" leitet sich aus dem Amerikanischen ab und steht für eine ambulante, fachlich spezialisierte Einheit.) Die zentrale Mission des Vereins ist es, an den Schulen Tugenden wie Fitness, Fairness und Teamplay durch das eigene Vorbild zu stärken. Und selbstverständlich auch für die Fraport AG zu werben. Nun war die Skyliners-Task Force also da.

Jede Woche treffen sich sechzehn Schüler der siebten bis zehnten Jahrgangsstufe außerhalb der regulären Schulverpflichtungen zum zweistündigen Training in der Basketball-AG. Neulich verfehlte das Team im Wettbewerb "Jugend trainiert für Olympia" nur knapp den Einzug in den Regionalentscheid. Einige von Ihnen trainieren intensiv und ernsthaft und haben es mit ihrer Leidenschaft im Vereinssport bereits weit gebracht.

 Die Grundlagen der Wurf- und Schritttechniken haben natürlich alle drauf, aber es bringt einen besonderen Kick in die Sache, von solchen Virtuosen ihres Faches neue Tricks zu erlernen. "Eine super Erfahrung", so die einhellige Meinung. Ein Gruppenfoto bannt den besonderen Moment, und zur Erinnerung an das Spezial-Training erhält jeder Teilnehmer ein T-Shirt der Skyliners. Der orangefarbene Ball darauf leuchtet wie die Morgensonne - Motivation ist wirklich alles.


 


 


Mit eigener Stimme

5.12.12


Unser Schulentscheid zum Vorlesewettbewerb


Schon geht es eine Stufe höher: Die Kandidaten hatten zuvor in den zwei 6. Klassen als beste Vorleser überzeugt, und jetzt focht man in der Schulbücherei (ein besonderes Juwel unter den Bibliotheken weit und breit) gegenüber einer aufmerksamen Jury um den Sieg.


Insgesamt werden rund 700.000 Schülerinnen und Schüler in diesem Jahr wieder mit Lust und Ehrgeiz am bundesweit ausgetragenen Vorlesewettbewerb der 6. Jahrgangsstufe teilnehmen. Es galt, in den Wertungskategorien Lesetechnik, Textgestaltung und Textverständnis mit Wahl- und Fremdtexten einen Punktsieg zu erringen.


Bilal Agmari hob nach einem letzten Räuspern zu seinem Vortrag mit dem Buch "Der Entenkönig" von Kai Schmidt an - und konnte schließlich den Wettbewerb unter den H-Schülern für sich entscheiden, Aymen El Amrani wurde Zweiter. Eine ähnlich starke Gruppe startete in den Wettbewerb um den Titelgewinn unter den R-Schülern, und schließlich konnte sich Aymen Bouhlou über seinen Sieg freuen. Das von ihm gewählte Vorlese-Buch war "Gregs Tagebuch" von Jeff Kinney. Die Nächstplatzierten sind: Aylin Cicek, Zilan Kartal und Iliana Valourdos.


Jury-Mitglied Frau Aue ist von den Ergebnissen angetan: "Zum einen lagen die durchweg guten Vorleseleistungen dicht beieinander, das ist schon einmal sehr positiv. Des Weiteren fällt auf, dass wir dieses Jahr wohl zum ersten Mal zwei Jungen als Sieger haben."


Einiges spricht dafür, dass das mit Comic-Illustrationen angereicherte "Greggs Tagebuch" einen Beitrag dazu geleistet haben könnte. Die Bildeinschübe lockern die Textseiten mit ihrer spannenden Anschaulichkeit deutlich auf und können die männlichen Jungleser für die Lektüre begeistern. Im Ergebnis motiviert diese Textform viele Schüler dazu, für die packenden Buchtexte sogar ihre eigene Stimme einzusetzen.


Wir gratulieren den Siegern und wünschen viel Erfolg beim nun anstehenden Stadtentscheid!


 


Auf dem Gruppenbild: Die starke Teilnehmergruppe und die Jury mit Frau Stock, Frau Hölzer, Frau Aue und Herr Stock.


Eine Buchautorin kommt mit starken Geschichten

26.11.12

Die Situation ist wirklich kniffelig: Kai hatte sich an den Computer seines großen Bruders gewagt und dort ein verlockendes Computerspiel begonnen. Doch ehe er sich versah, fand er sich ganz wirklich in einem Atem beraubenden Abenteuer auf der sagenhaften Insel Atlantis verstrickt. Mittlerweile hatte die mächtige Katzengöttin Kai tatsächlich schon drei Wünsche erfüllt, und jetzt war es an ihm, eine anspruchsvolle Aufgabe zu bewältigen, wenn er sein Zuhause jemals wieder sehen wollte.

Die Darmstädter Kinder- und Jugendbuchautorin Gabriele Beyerlein, 63, ist heute zu Besuch in der Klasse 5.2 und liest aus ihrem Buch "Der Schatz von Atlantis" vor, ein fantastischer Roman mit geschichtlichen Bezügen. Frau Beyerlein ist eine promovierte Psychologin, aber das Geschichten-Erfinden für ihre eigenen Kinder brachte sie zum Bücherschreiben - mehr als 30 Veröffentlichungen sind es bis heute - und damit zu ihrem heutigen Beruf.

Die Klasse hat es sich gemeinsam mit Klassenlehrer Herrn Siebein und Deutschlehrerin Frau Stock in einem Sitzkreis gemütlich gemacht und lauscht gebannt der Vorlesestimme der Autorin. Es ist schon etwas ganz Besonderes, wenn man von der Bucherfinderin höchstpersönlich vorgelesen bekommt! Bevor die Schülerinnen und Schüler die Fortsetzung der Geschichte erfahren, ist nun ihre eigene Fantasie gefordert: Sie sollen sich selbst eine Aufgabe für Kai, den Held des Buches, ausdenken. Später wird die Klasse im Deutschunterricht gemeinsam die Lektüre fortsetzen und erfahren, welche Ideen Gabriele Beyerlein zum Fortgang der Handlung hatte.

Die Vorlesung hat die Vorstellungskraft mächtig geweckt: "Ich konnte ganz genau sehen, wie es auf der Insel ausgesehen hat", so eine Schülerin. Viele haben noch Fragen an den auskunftsfreudigen Gast: Wie hat Frau Beyerlein mit dem Schreiben begonnen?  - Wo kommen all' ihre Ideen her? - Gefallen ihren Kindern die Bücher auch? Eine Sache ist mit dem Klassenbesuch der Autorin gewiss allen deutlich geworden: Das Leben ist viel reicher und bunter mit der eigenen Fantasie, mit gutem Stoff zum Lesen und starken Geschichten!


14 mal Erfolg beim Sprachdiplom DELF

21.11.12

Rundherum zufriedene Gesichter, das Lernen der letzten Monate hat sich schließlich gelohnt: In einer kleinen Feierstunde nehmen die Schülerinnen und Schüler die Urkunden ihres Erfolges von Schulleiter Herrn Schumacher entgegen, die erzielten Punktwerte sind durch die Bank gut bis sehr gut.

Das DELF-Programm (Diplôme d’Etudes en langue Française) ist ein international anerkanntes Zertifizierungsprogramm über die Sprachkompetenz des Französischen, die Prüfungen können in weltweit 154 Ländern und insgesamt 900 anerkannten Prüfungszentren abgelegt werden. Lange und fleißig haben sich die Absolventen in der AG von Frau Glanz auf die Prüfung vorbereitet und schließlich ihr Französisch-Können (Hörverstehen, Leseverstehen, Schreiben und Sprechen) in einer Prüfung in Mainz unter Beweis gestellt.

"Die Diplomanden zeigen mit dem Erwerb eines DELF-Zertifikates ihr besonderes persönliches Engagement, das muss man so anerkennen, und das macht mich persönlich stolz", so Herr Schumacher. Dies sei ein Einsatz, der sich gut auf jedem Zeugnis macht und durchaus den positiven Ausschlag bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz geben kann.
Chapeau, Hut ab! - Wir gratulieren herzlich!

Die erfolgreichen Diplomanden sind:
(DELF A1)
Deniz-Baran Acikelli, Yassin Azbairi, Oumaima El Messaoudi, Assia El Messaoudi, Nabil Hamnoune, Irena Kesic, Ahmet Keskin, Lambros Michael Nasis, Daniel Willim, Sara Zribi
(DELF A2)
Estelle Hohneck, Justin Hommel, Rüveyda Öztürk, Celina Waldecker

Weitere auf dem Bild (von rechts): Leiterin der DELF-AG Frau Glanz, Fremdsprachenassistentin Frau Mathelin und Schulleiter Herr Schumacher


Ein "Karriere-Tag" öffnet Türen

12.10.12


Aktuelle Meldung zu unseren Abgängern


Als Friedrich-Ebert-Schule sind wir stolz und freuen uns, dass schon einige unserer Schülerinnen und Schüler einen Ausbildungsvertrag oder einen Praktikumsvertrag für das kommende Ausbildungsjahr abgeschlossen haben. Dies ist unter anderem ein Ergebnis der Entscheidungsfreudigkeit unserer Schülerinnen und Schüler. Außerdem bedanken wir uns bei den Betrieben, welche diese zur Verfügung stellen, zu nennen wären unter anderem die REWE-Group. So wurden uns zum Beispiel die Möglichkeit geboten, am „REWE-Karriere-Tag“ teilzunehmen. Dort hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich mit der REWE-Group und speziell mit dem Einzelhandel auseinanderzusetzen. Wir konnten dort mit 22 Teilnehmern anreisen und sind mit einer größeren Zahl mit positiver Zukunftsperspektive wieder abgereist. Dafür möchten wir uns auch bei den durchführenden Unternehmen bedanken.


Wir gratulieren unseren Schülern zu den schon abgeschlossenen Ausbildungsverträgen. Den Schülern, welche noch keine Perspektive für die Zukunft haben, drücken wir die Daumen und werden sie mit unseren Mitteln weiterhin unterstützen. Dazu gehört das Annoncieren offener Ausbildungsplätze in den Infokästen der Schule, der gemeinsame Besuch von Berufsbildungsmessen, die enge Kooperation mit dem örtlichen Arbeitsamt, die Angebote der Berufseinstiegshelfer und eine Unterstützung bei der Bewerbungsmappen-Erstellung. Denn unser Ziel ist, dass alle Abgänger mit einer positiven Zukunftsperspektive unsere Einrichtung verlassen werden.


Vollbremsungen auf dem Testgelände

28.09.2012


"Achtung - Wagen kommt!", warnt Klassenlehrer Siebein seine Schüler.


Mit ziemlich flotten 30 Kilometern pro Stunde - das ist die übliche Geschwindigkeit in Wohngebieten - kommt der silberne Corsa angerauscht, aber jetzt hebt seitlich an einer Kreidelinie eine Schülerin eine Flagge, und der Wagen legt mit quietschenden Reifen eine harte Bremsung hin. Zum Glück wurden wir gerade nicht Zeugen einer brenzligen Situation im öffentlichen Verkehr, vielmehr sind wir mitten in einem spannenden Verkehrssicherheits-Training, das die Klassen 5.1 und 5.2 unserer Schule absolvieren.


Die Schülerinnen und Schüler hatten zuvor die Aufgabe, farbige Kegel seitlich an der Längsachse des Bremsweges zu platzieren und so eine Schätzung abzugeben, welche Strecke das Fahrzeug bis zum Anhalten benötigen würde. Eine weitere Schwierigkeit aber kommt noch hinzu: Der Fahrer des Corsa beginnt die Bremsung nicht mit dem Überfahren der Linie, sondern erst, sobald er seitlich die hochgerissene Flagge bemerkt. Mit dieser zusätzlichen Reaktionszeit verlängert sich das Bremsmanöver allerdings eklatant. Nach der heftigen Test-Bremsung gibt es viele große Augen: "Ui, mein Hütchen steht jetzt aber 5 Meter hinter dem Auto!", meint ein verdutzter Teilnehmer. Der silberne Stadtflitzer konnte erst wesentlich später halten, als dies die Allermeisten für möglich gehalten hatten. Mit diesem praktischen Experiment lässt sich sehr gut zeigen, wie viel Wegstrecke Fahrzeuge im Straßenverkehr tatsächlich benötigen, um vor plötzlich auftauchenden Hindernissen noch zum Stehen zu kommen. "Anhalteweg = Reaktionsweg + Bremsweg", diese entscheidende Formel nehmen alle mit nach Hause.


Ein weiterer Programmpunkt: Kann man sich als Mitfahrer noch selbst halten und abstützen, wenn der Fahrer mit 30 Kilometern pro Stunde in die Bremse steigt? Alle Schülerinnen und Schüler wagen angegurtet den Selbstversuch im Trainingsfahrzeug und sind verblüfft, dass ein Halten ohne Gurt unmöglich ist. "Mensch, mich hat es mit solcher Kraft plötzlich in den Gurt gezogen!", staunt eine Schülerin. - Nein, ein selbst Festhalten ist wirklich unmöglich. Nach diesen Experimenten gehen alle erfrischt aus einem unvergesslichen Verkehrstraining.


Und die Reifen des Corsa kühlen langsam etwas ab ...


Den Sponsoren ADAC, Opel und Michelin ein herzliches Dankeschön für ihr ansprechendes und didaktisch kluges Trainingsangebot "Achtung Auto!".


Gemeinsame Einkehr zum Schulbeginn

22.08.2012


Das Symbol ist pfiffig gewählt und hebt sofort die Stimmung: Tatsächlich steht dort ein orange leuchtender Sonnenschirm mitten vor dem Altar und unterstreicht zur diesjährigen Interreligiösen Feier fröhlich Gruß und Segen für die Schülerinnen und Schüler in der evangelischen Lutherkirche. Wie ein guter Schutzschirm soll er Kümmernisse abwehren.


 


„Sei behütet“ ist der diesjährige Leitspruch der Feierlichkeit, welche mit schöner Regelmäßigkeit zum Schuljahresbeginn nun zum fünften Mal reihum in den Räumen der evangelischen, katholischen und muslimischen Gemeinden in der Nachbarschaft der Schule stattfindet . Ein Ereignis, das seit seinem Bestehen insbesondere für Respekt und Toleranz steht, wie Herr Kump, Lehrer für Katholische Religion, in seinen einleitenden Worten unterstreicht.


 


Pastorin Hanne Köhler ist dieses Jahr die Einladende und versucht die versammelten Schüler mit ihrer kleinen Predigt bei den Wünschen, Hoffnungen und Ängsten abzuholen. Sie deutet auch an: „Es sind einige unter euch dabei, für die es im Moment vielleicht schwierig ist“. Darum sei es auch wichtig sich darauf zu besinnen, was Mut und Zuversicht gibt. Melahat und Seyda aus der Klasse 9R1 haben einen musikalisch unterlegten Dialog eingeübt und zeigen nun am Beispiel eines zwischen ihren Köpfen hin und her wandernden Hutes, bei welchen Gelegenheiten Schutz und Beistand von Vorteil sind.


Auch Imam Muahmer Kurt und der Katholische Pfarrer Łukasz Szafera richten sich mit ihren Ermutigungen direkt an die Versammelten. So bekräftigt sich die Schulgemeinschaft darin, dass man sich auch jenseits von Fächern, Noten und Pausenklingeln als Menschen verbunden ist. Auch Herr Szafera steht unter dem bunten Sonnenschirm und lädt zum Ausklang der Feier in diesem Sinne dann auch schon für 2013 in seine Kirche ein. Zumindest im Geiste wandern heute hoffentlich viele kleine Schirmchen mit in jedes Klassenzimmer.


 


Feierliche Verabschiedung der Abschlussklassen

23.06.2012


 


Es ist ein wunderbar warmer, sonniger Freitagabend, und wieder einmal heißt es an der Friedrich-Ebert-Schule, den Abschlussklassen Lebewohl zu sagen. Die 9H von Frau Ashauer, 10R1 von Frau Fischer, 10R2 von Herrn Härtel und 10R3 von Herrn Wooler erhalten in einem feierlichen Rahmen ihre Abschlusszeugnisse. Es liegt eine Stimmung von Aufregung und Zufriedenheit, aber auch Wehmut und Unsicherheit vor dem Unbekannten, das die Zukunft bieten mag, in der Luft. Die, die einmal bei uns in den 5. Klassen klein anfingen, sind sozusagen flügge geworden. Vertreter beider Lokalzeitungen haben sich pünktlich eingefunden, von dem Ereignis zu berichten.


Den heutigen Auftakt bildet das gemeinsame Abschiedsfoto, aufgenommen am letzten Tag, an dem diese Schüler noch einmal den Schulhof teilen - allseits strahlende Gesichter.


Der Schulleiter Herr Schumacher begrüßt in der Turnhalle die versammelten Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrer. Stolz könne man sein auf das Geleistete, und stolz sei er ganz persönlich, was die diesjährigen Abschlusszahlen betrifft: 23 schließen mit einem Hauptschulabschluss ab, 14 davon mit dem qualifizierten; 75 Schülerinnen und Schüler verlassen uns mit dem Realschulabschluss, 60 Prozent von diesen mit dem qualifizierten.


 


Der Schulleiter weiter: Die Friedrich-Ebert-Schule werde ihrem Auftrag gerecht, jedem Schüler nach seinen Fähigkeiten eine breite Allgemeinbildung mit auf den Lebensweg zu geben. Und wenn man sich auch einmal mit der einen oder anderen Materie in der Vergangenheit gequält haben sollte, so ist sie nichtsdestotrotz gutes Marschgepäck für den weiteren Lebensweg. Ab morgen schon werden die Lebenswege in ganz unterschiedliche Richtungen weiterlaufen, umso wichtiger sei es, den Faden der alten Freundschaften hier an der Schule nicht ganz fallen zu lassen, so Schumacher. Und: "Schaut irgendwann wieder einmal bei uns vorbei!"


 


Nacheinander versammeln sich darauf die Abschlussklassen auf der Bühne, um ihre letzten Zeugnisse an diesem Ort vom Klassenlehrer und dem Schulleiter entgegenzunehmen. Insbesondere Frau Ashauer nutzte diese Gelegenheit, den Zöglingen ihrer 9H pointiert Herzliches, Ehrliches und Kritisches mit auf den Weg zu geben. Aber auch die Klassenlehrer Fischer, Härtel und Wooler fanden gute passende Worte für ihre Absolventen.


Sehr talentierte Schülerinnen des Theobald-Chores imponieren mächtig zum Ausklang, dann geht es hinüber zu Buffet, Plauderei und Disco. Außerdem beginnt das EM-Viertelfinalspiel Deutschland-Griechenland, und eine weitsichtige Schulleitung hat einen Fernseher ins Fenster der Hausmeister-Loge und in die Cafeteria stellen lassen. Ein neues Spiel beginnt: Anpfiff!


 


Gravigny trifft Rüsselsheim - Ein voller Erfolg

2.6.2012


"Unsere Schülerbegegnung war wirklich ein voller Erfolg", schreibt Pascale Lemerre gleich nach den ersten beiden Deutschstunden nach dem Besuch an der FES. Ihre Schülerinnen und Schüler seien nach der Woche in Rüsselsheim im Unterricht so motiviert wie nie zuvor und auch sehr, sehr angeregt von den Begegnungen und Gesprächen mit gleichaltrigen Rüsselsheimern. In einer ersten Bilanz seien als Lieblings-Programmpunkte der sehr abwechslungsreichen Austauschwoche der Ausflug nach Frankfurt (mit Besuch des Filmmuseums bzw. des Bornheimer Kaufhaus Hessen) genannt worden und auch die workshops.


In gemischt-nationalen Gruppen zu singen, zu tanzen, zu kochen, Theater zu spielen und an einer Online-Zeitung zu arbeiten - das habe den Jugendlichen ganz besonders gut gefallen. Als absolutes "highlight" wird auf beiden Seiten des Rheins auch immer wieder das Abschlussfest erwähnt. Nicht nur in der Gastgeberfamilie Bohnec wundern sich die Eltern der Schülerin Bianca, wie schnell der sehr herzliche, lebendige und auch intensive Kontakt zwischen den jungen Leuten da war. Im Unterricht mit Klassen aus verschiedenen Jahrgängen freut sich Frau Glanz, wie viel an Informationsaustausch letztendlich auch zwischen den französischen Gästen und SchülerInnen der FES, die gar nicht mal direkt als Gastgeber am Austausch beteiligt waren, stattgefunden hat. Dabei muss es offenbar ganz besonders um das Thema Schule in Deutschland im Vergleich zum Schulalltag in Frankreich gegangen sein. Das bestätigt auch Madame Lemerre aus Gravigny. Auf ihre Frage, welche Unterschiede die Jugendlichen ihrer 8ten und 9ten Klasse denn nun nach der Woche in Rüsselsheim zwischen Deutschland und Frankreich sähen, heißt es einstimmig: "C'est surtout l'école qui n'est pas du tout pareille!" Welche Beobachtungen


im Einzelnen gemacht wurden - das ist nun am Collège Marcel Pagnol Thema im Deutschunterricht der nächsten Wochen.


In Rüsselsheim ist man schon gespannt auf die entsprechenden Berichte, die dann natürlich im Französischunterricht bearbeitet und kommentiert werden sollen.


Gravigny trifft Rüsselsheim -"Die Franzosen kommen"

25.5.2012


Wir hoffen, dass er pünktlich wie erwartet einrollt, der mit Aufregung erwartete Bus aus Gravigny bei Evreux. Achtzehn Schülerinnen und Schüler und deren Eltern werden sich am Pfingstmontag vor der Friedrich-Ebert-Schule versammeln, um ihre Gäste aus dem „Collège Marcel Pagnol“ zu empfangen. „Ich werde Maylise sofort erkennen“, freut sich David, dessen Austauschpartnerin eine besonders eifrige Email-Schreiberin ist, die auch gerne Fotos von sich ins Netz stellt. „Eigentlich kennen wir uns sowieso alle schon ganz gut“, bemerkt Marius, der bereits im November die Initiative ergriff und eine Austauschseite im Internet einrichtete. Der französischen Deutschlehrerin Pascale Lemerre hätte die Internet-Platform „e-twinning“ noch besser gefallen als die ersten virtuellen deutsch-französischen Kontakte über „facebook“ laufen zu lassen, ein Netzwerk, das sie eher kritisch sieht. Da die Idee einer eigenen facebook-Gruppe aber von den Schülern kam, wollte sie dem mit ihren Datenschutzbedenken aber keinen Stein in den Weg legen. Sie mahnte und informierte ihre Schüler allerdings ausdrücklich, bewusst und vorsichtig mit diesem Medium umzugehen.


Zusammen mit der Französischlehrerin Sanne Glanz wurde überlegt, wie die von den Schülern initiierte Internet-Kommunikation im Vorfeld der Schülerbegegnung am besten genutzt werden könne. „Wir haben den Schülern eigentlich nur die eine oder andere Idee gegeben, und dann lief das Ganze wie von selbst“, berichten die beiden Lehrerinnen begeistert.


So wurden zum Beispiel von französischen und deutschen Schülern ein gutes Dutzend Fotos über Frühstücksgewohnheiten ins Netz gestellt und dann kommentiert. Besonders wichtig war den beiden Pädagoginnen allerdings, dass die Schüler sich gegenseitig – zunächst allein über Fotos - ihre Schule vorstellten. Mit Spannung wurden dann die Kommentare erwartet, und es entzündete sich recht oft ein interessanter Dialog, bei dem allerdings noch recht viele Fragen offen blieben. Nach der lebhaften Vorbereitungsphase werden solche Fragen nun im Rahmen der Austauschwoche sicherlich besser beantwortet werden.


Ein besonders wichtiger Teil des umfangreichen Austauschprogramms sind deshalb neben der Erkundung von Rüsselsheim und Ausflügen mit Besichtigungsprogramm in Frankfurt und Mainz auch Unterrichtshospitationen der französischen Gastschüler im Unterricht an der FES. Im Deutschunterricht am collège Marcel Pagnol wurden Anfang Mai bereits Interviews vorbereitet. Rüsselsheimer Passanten müssen sich darauf gefasst machen, dass ihnen in den nächsten Tagen eine kleine Französin oder ein junger Franzose begegnet, der die Frage stellt:


„WAS fällt ihnen AIIGENTLISCH so zu Frankreich ein ?“


Arbeitslehre in der Schulküche: Hier geht es richtig zur Sache

7.5.2012


„Wem es am Herd zu heiß ist, der halte sich der Küche fern!“ So oder ähnlich warnen Profis Neulinge vor den Bedingungen eines fordernden Arbeitsplatzes. Ein tieferes Verständnis dieser allgemeinen Redewendung gewinnt, wer Herrn Huwald und einem seiner Arbeitslehre-Kurse in der Schulküche einmal einen Besuch abstattet. Wir hatten uns angemeldet und betreten jetzt die großzügig und modern ausgestatteten Fachlehrräume. Mitten in einer Doppelstunde sieht man nur enorm Beschäftigte: Es wird sortiert, gewogen und geschnitten, gebacken, gebraten, geschichtet, verziert, drapiert und portioniert. „Herr Huwald, kann ich das so schneiden?“ - „Ja. Aber du hast das Messer gerade geschärft? Dann wasche es aber erst ab, sonst hast du später vielleicht Eisenspäne im Essen!“ Ein Team arbeitet sehr konzentriert an leckeren gerollten Erdbeer-Crêpes, eine andere Gruppe bereitet selbstgemachte Burger, im Ofen brutzelt ein Auflauf vor sich hin. „Behaltet die Garzeit im Auge, sonst war alles umsonst!“, mahnt der wachsame Küchenchef.


Eigenverantwortlichkeit – das ist wohl das Zauberwort dieser schulischen Unternehmung. Und dass dieses Grundprinzip gut aufgeht und zu Höchstleistungen anspornt, das lässt sich hier leicht feststellen. In separaten Stunden haben die Schülerinnen und Schüler des Kurses sich mit Hilfe von Computern und Online-Angeboten zuvor Rezepte herausgesucht, an denen sie sich nun versuchen möchten. Die jeweiligen Teams zu einem Rezept kümmern sich ganz selbstverständlich auch um den Einkauf, da muss man sich aufeinander verlassen können. So ein Kurs Arbeitslehre schafft eine sehr gutes Bindeglied zwischen der schulischen Theoriearbeit und zukünftigen Anforderungen in der Arbeitswelt, mit allem drum und dran. Die Schülerinnen und Schüler dieses Kurses kommen gerade aus einem berufsvorbereitenden Praktikum, hier können sie ihre neu erworbenen Fertigkeiten einbringen und erproben.


„Für Erfolgserlebnisse können die Schülerinnen und Schüler in der Arbeitslehre selber sorgen. In der Regel finden die Teilnehmer heraus, dass man in der Gruppe auch hohe Hürden überspringen kann“, so konstatiert Herr Huwald.


Nach vollbrachter Zubereitung und Reinigung der Arbeitsplätze, es ist noch etwas Zeit, kostet der Kurs die selbsterstellten Erzeugnisse im angrenzenden Speiseraum. Plötzlich macht sich ein Expeditionstrupp mit großen Tellern voll mit frischen Desserts auf den Weg ins Lehrerzimmer: „Das muss unbedingt Frau Fischer kosten. Und Herr Whooler! Mal sehen was die dazu sagen!“ Könnten Küchenpraxis und genussvolle Prüfung noch schöner zueinander finden?


 


Das Miteinander ist der Schlüssel zum Erfolg

Überall dort, wo Menschen sich für ein gemeinsames Projekt zusammenfinden, kann etwas Größeres entstehen. Gemeinsames Lernen im Klassenverband, Teamarbeit im beruflichen Alltag, ein gedeihliches Zusammenleben aller Menschen im Land – mit einem Haufen Einzelkämpfer kommt man nicht weit.


 


Jedes Jahr bietet die Friedrich-Ebert-Schule den Schülerinnen und Schülern der 6. Jahrgangsstufe an einem sogenannten Kooperationstag die Gelegenheit, sich in der so wichtigen Schlüsselkompetenz Teamwork zu üben, hierfür wird ein ganzer Vormittag bereitgestellt. Nun war es wieder soweit: Klassenübergreifend wurden aus den 49 Schülerinnen und Schüler der 6.1 und 6.2 der Klassenlehrer Frau Koch und Herr Margaritis kleine starke Teams gebildet, die sich dann auf die Reise zu diversen Stationen im Schulgebäude machen.


 


Dort gilt es, in kniffligen Interaktionsspielen durch kluges Agieren als Gruppe, durch Austausch und Abstimmung, zu bestehen und zu punkten. Wie regelt man den Funkverkehr im Spiel „Pilot und Lotse“? Wie balanciert man gemeinsam einen Ball auf einem Ring, der nur von Seilen gehalten wird? Wie schafft die Gruppe einen schwierigen Hürdenlauf unter Zeitdruck? So manchem Alphatierchen dämmern bei diesen Herausforderungen die Grenzen der eigenen Möglichkeiten, und ansonsten eher stillere Naturen dürfen erleben, wie wichtig sie doch für das Vorwärtskommen der Gruppe sind. Schulsozialpädagoge Herr Tel kommt zu einem nachdenklichen Resümee: „Vielen Schülerinnen und Schülern kam heute die Erkenntnis: Alleine kann ich nichts bewirken“.


 


 


Infotag an der FES

28.01.2012


Die Schule als bunte Ideen-Werkstatt


 


Es ist ein recht milder Samstagmorgen im Januar, und neugierige Besucher betreten das Entrée des Schulgebäudes. Nicht wenige werden sofort von Schülerinnen und Schülern bestürmt: „Kommen Sie um 10.30 Uhr in die Turnhalle, es erwartet Sie dort eine spannende Unterhaltung!“. – „Möchten Sie einen der weltbesten Muffins nach Spezialrezept? – Probieren Sie!“


Nach drei vorangegangenen Projekttagen präsentiert die Friedrich-Ebert-Schule heute sich und die in den Klassen und Workshops entstandenen Arbeitsergebnisse der Öffentlichkeit. Solche Projekttage sind immer wieder auch Gelegenheit, sich in Fähigkeiten zu üben, wie sie die Gruppenarbeit außerhalb des Regelunterrichtes erfordert. Der abschließende Infotag ist nicht zuletzt für Eltern von Grundschulkindern eine gute Gelegenheit, die Friedrich-Ebert-Schule als weiterführende Schule für ihr Kind besser kennenzulernen.


Der Infotag präsentiert sich reich und bunt, mehrere Stände an süßen Leckereien haben sich zum leidenschaftlichen Wettbewerb in der Eingangshalle eingefunden, diverse Projekte laden zum Besuch in die Klassenräume ein, und in der Turnhalle erwartet das Publikum ein volles Programm an Darbietungen: Die Schülerinnen und Schüler haben Sketche, Gedichte, Theaterstücke und einen Hip-Hop-Tanz eingeübt.


Der gemütliche Streifzug durch das Schulgebäude zu den Orten der Sensationen ist kurzweilig: Die Klasse 7H1 mit ihrer Lehrerin Frau Müller zum Beispiel zeigt in einer Ausstellung farbenstarke Ergebnisse einer gekonnt ausgeführten Bildverfremdungstechnik, menschliche Porträt-Fotos entwickelten sich hier zu knalligen Arrangements im Pop Art-Look. Über eine Wandzeitung der 9R1 von Frau Hölzer erfahren wir mehr über Friedrich Ebert, den ersten Reichspräsidenten und Namensgeber der Schule. Nach einer kleinen Vitamin-Erfrischung mit frisch gepressten Säften der 9R3 geht es weiter. Im Klassenraum der 10R2 stoßen wir auf eine Reihe inspirierender Skulpturen zum Thema Zukunft. „Wir haben einfach losgelegt, und später erst festgestellt, dass sich fast alle Arbeiten mit dem Menschen beschäftigen“, erläutert eine Schülerin. „Baby-Lu“, „Mister Mayhem“ und „3249“ heißen die Geschöpfe. Mit diesen neuen Eindrücken schließen wir den kleinen Bericht von einem besonderen Tag an der Schule. Alles zu sehen, das war kaum möglich.