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Auf zu neuen Ufern

Im milden September machten sich 46 Schülerinnen und Schüler aus ihren Englischklassen (8. und 9. Jahrgang), begleitet von 4 Lehrkräften (die Damen Fischer, Rahimova, von Schweinitz und Herr Härtel) mit dem Bus auf den Weg, unseren angelsächsischen Inselfreunden einen 5-tägigen Besuch abzustatten.


Sie sollten, wie auch schon in den letzten Jahren, in englischen Familien untergebracht werden, um ihre Sprachkenntnisse auszuprobieren und der englischen Kultur näher zu kommen.


Mit gemischten Gefühlen setzten sich die Schüler in den Bus. Die Fragen wie: - „ Wie wird mich meine neue Familie empfangen?“ „ Sind das nette Leute?“ „ Kann ich sie überhaupt verstehen und mich mit ihnen verständigen?“ „ Traue ich mich überhaupt, Englisch zu sprechen?“ – waren sehr gegenwärtig. Die Strapazen der Reise waren aber schon auf der Fähre von Calais nach Dover vergessen, da die reichlichen Einkaufsmöglichkeiten und die ersten Erfolgserlebnisse mit der Sprache („Oh, ich kann doch Englisch sprechen!“ „Ich verstehe, wenn man mich anspricht!“) brachten viele Schüler in eine Euphorie und bauten schon dort viele Sprachbarrieren ab.


Die Schüler wurden anschließend von ihren Gastfamilien in Eastbourne abgeholt. Am nächsten Tag hat man die ersten Eindrücke über die Gastfamilien ausgetauscht. Die Lehrkräfte konnten nur dabei schmunzeln, als sie hörten, wie sich ihre Schüler über die Gespräche mit den Gastfamilien austauschten. „Ich habe zuerst aber gar nichts verstanden!“ „Sie sprechen so schnell!“, „aus Angst `was Falsches zu sagen habe ich zugestimmt, Cornflakes zu essen. Dabei esse ich doch keine Cornflakes!“ „Ich konnte ihnen über mich erzählen, sie waren so nett!“ Und unbeachtet davon, wie der erste Tag mit den Familien ausgefallen war, waren alle in heller Aufregung, in England zu sein, in einer englischen Familie wohnen zu dürfen und später weltberühmte Städte und Orte wie London mit seinen Sehenswürdigkeiten wie The Houses of Parliament, the Tower, Trafalgar Square, Madame Tussaud`s, sowie zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten auf Camdonlock Market und Oxford -Street, Brighton mit Royal Pavillion und Sealife-Center, Salisbury mit einer der berühmtesten Cathedralen Europas und das sagenumwobene Stonehenge zu besuchen. Eine Lehrerin erinnert sich an den Schüler, der vor Aufregung gar nicht glauben wollte, dass er in England ist. Den Abend nach dem langen Ausflug herbeigesehnt, freuten sich die Schüler, sich „zu Hause“ zurückziehen zu können oder sich mit anderen zu verabreden und im gemütlichen Eastbourne „rumzuhängen“.


Und obwohl die Reise nach England ziemlich strapaziös war, man hat in den 5 Tagen ganz viel gesehen und dementsprechend lange im Bus gesessen , war das eine unvergessliche Reise, eine einmalige Erfahrung für die Schüler, ihre schulischen Englischkenntnisse praktisch zu benutzen, einen Einblick in das Land zu gewinnen und den Englischunterricht aus einer neuen Perspektive zu sehen: nämlich als ein Mittel, das ihnen hilft, sich der Welt anzunähern. (Rah)